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Wassermangel: Wie kann ich mich dazu motivieren, mehr zu trinken?

Wir wissen es alle: Trinke mehr – vor allem Wasser. 

Während wir mehrere Wochen ohne Nahrung leben können, können wir nur wenige Tage ohne Flüssigkeitsaufnahme auskommen. Doch über 40% der Frauen und 27% der Männer trinken dennoch nicht die Mindestmenge, die ihr Körper benötigt.

Ich vermute, dass auch ihr nicht immer dieses Ziel erreicht, sonst wärt ihr nicht hier. Der erste Schritt zur Besserung ist Einsicht. Also Glückwunsch, ihr seid auf dem richtigen Weg.

Aber dennoch könnt ihr euch nicht immer motivieren?

Keine Sorge, es gibt einige Tipps und Tricks für den Alltag, die es euch erleichtern werden, mehr und ausreichend zu trinken.

Doch, um uns für etwas zu motivieren ist es immens wichtig zu verstehen, warum wir denn so viel Wasser trinken sollen – und müssen. Wenn man sich dessen nicht bewusst ist, fällt es einem sehr viel schwieriger eine neue Trink-Routine zu etablieren. 

Also los geht´s.

Warum wir mehr (Wasser) trinken sollten:

Wasser ist essentiell für unser Leben auf der Erde. Über 70% der Erdoberfläche sind mit diesem Element bedeckt. Auch unser Körper besteht zu über 50% aus Wasser. Es ist Bestandteil aller Körperzellen und -flüssigkeiten. Vor allem unser Gehirn und Nervensystem bestehen hauptsächlich aus Wasser (85 % und 98%), was zeigt, dass es für unsere geistige und auch körperliche Leistungsfähigkeit eine entscheidende Rolle spielt.

Allein das sollte schon Grund genug sein, ausreichend Wasser zu trinken.

Wasser ist zudem an zahlreichen weiteren Prozessen beteiligt, wie z.B.

  • Transport von Nährstoffen und Sauerstoff zu den Zellen im Blut
  • Verdauung
  • Regulierung der Körpertemperatur
  • Ausscheidung von Giftstoffen und Abfallprodukten
  • Immunsystem

Dennoch trinken um die 30% der Erwachsenen nicht die Mindestmenge an Wasser, was zu ernsthaften Folgen führen kann.

Bereits ein Flüssigkeitsverlust im Körper von 2% kann zu einer geringeren körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit, Kopfschmerzen und Müdigkeit führen.

Wassermangel führt aber auch zu Migräne, Kreislauf- und Verdauungsproblemen, Depressionen und sogar degenerative Erkrankungen können durch jahrelangen Wassermangel entstehen.

Kurz gesagt: ein Wassermangel ist schädlich für unsere Gesundheit.

Doch warum trinken wir dann nicht genug?

Das frage ich mich auch. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Großteil der Bevölkerung weiß, dass es wichtig ist, aber nicht WIE wichtig. Sie erkennen die Dringlichkeit nicht dahinter. Dies ist ein weiteres Beispiel, wie wichtig Aufklärung ist. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Menschen darauf aufmerksam zu machen, wie sie ihre Gesundheit aufrechterhalten können.

Es gibt aber noch ganz unterschiedliche Gründe, warum wir weniger Wasser trinken als gut für uns ist.

Die einen trinken nicht, weil sie keine Zeit haben, andere wiederum empfinden es als lästig, ständig auf die Pipi-Box rennen zu müssen – oder es ist gerade keine Toilette in der Nähe, weshalb sie nichts trinken möchten.

Wieder andere vergessen es schlicht und einfach. Wir werden meist erst daran erinnert, etwas zu trinken, wenn wir Durst haben oder unser Mund trocken wird. Viele denken, dies ist das erste Zeichen, dass der Körper sendet, um darauf aufmerksam zu machen. 

Aber falsch! Ein Durstgefühl ist ein Zeichen von Dehydrierung. 

Der Körper ist bereits dehydriert. Trinkt man immer erst, wenn man durstig ist, reagiert man auf eine bereits existierende negative Wasserbilanz. Der Körper befindet sich jedes Mal in einer Stresssituation.

Wo wir beim Stichwort wären.

Ein weiterer, wichtiger Grund, warum Menschen weniger trinken als empfohlen, ist Stress. Fast die Hälfte der Deutschen vergessen bei Stress ausreichend zu trinken. Da sieht man mal wieder, dass Stress heutzutage der Übeltäter schlechthin ist.

Einigen Menschen schmeckt auch reines Wasser nicht. Entweder greifen sie zu Fruchtsäften, Softdrinks und vor allem Kaffee, das Lieblingsgetränk der Deutschen, oder sie trinken einfach weniger Wasser, wenn sie keine zuckerhaltigen und kalorienreichen Getränke konsumieren wollen.

 

Wie viel Wasser sollten wir überhaupt trinken?

Wie viel Wasser man trinke sollte, hängt von vielen Faktoren wie Alter, Gewicht, körperliche Aktivitäten und sogar von den Wetterbedingungen ab. Ein guter Richtwert ist allerdings 30 mL pro Kilogramm Körpergewicht. 

Eine 70 kg schwere Person sollte demnach mindestens 2,1 L Flüssigkeit zu sich nehmen – am Besten in Form von Wasser.

Vorsichtig geboten ist bei übergewichtigen Personen. Sie brauchen nicht mehr zu trinken als die Menge, die ihrem Normalgewicht entspricht.

Im Folgenden habe ich für euch 10 Tipps zusammengefasst, die euch motivieren sollen, mehr zu trinken und somit eurem Körper etwas Gutes zu tun.

 

10 Tipps, die euch motivieren, mehr Wasser zu trinken

1. Wasser immer griffbereit haben.

Es kann so einfach sein. Wenn ihr immer ein Glas oder besser eine ganze Wasserflasche voll mit Wasser neben euch stehen oder dabeihabt, trinkt ihr automatisch mehr. 

Stellt sie am besten in euer Sichtfeld und immer wenn ihr sie sieht, trinkt einen Schluck.

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2. Setzt euch ein Ziel.

Ladet eine App herunter oder schreibt täglich auf, wie viel Wasser ihr trinken wollt. 

Wenn ihr ein Glas getrunken habt, könnt ihr dies ganz einfach eintragen oder aufschreiben. Dies hilft euch erstens bewusst zu werden, wie viel (oder wie wenig) ihr eigentlich trinkt. Zum anderen macht es mehr Spaß, weil man motivierter ist. Man will dieses Ziel erreichen und es gibt einem am Ende des Tages ein gutes Gefühl, wenn man dies geschafft oder vielleicht sogar übertroffen hat.

3. Startet mit Wasser in den Tag.

Es ist Fakt, dass der Körper morgens nach meist 7 Stunden – bei manchen eher 9 Stunden – ohne Flüssigkeitsaufnahme dehydriert ist. Wir nehmen nachts nicht nur keine Flüssigkeit auf, sondern verlieren auch noch welche über den Schweiß. 

Deswegen ist es enorm wichtig, den Flüssigkeitsmangel auszugleichen und ein großes Glas Wasser – nicht Kaffee! – zu trinken. Auch durch ein großes Glas Wasser am Morgen, wird der Organismus in Schwung gebracht und man wird wacher! Probiert es aus.

4. Trinkt 30 Minuten vor jeder Mahlzeit ein Glas Wasser.

Jedes Mal, wenn ihr Hunger bekommt und euch eine Mahlzeit zubereiten wollt, trinkt erst einmal ein großes Glas Wasser. So kreiert ihr euch eine tägliche Routine, mit der ihr euer Tagesziel sehr viel einfacher erreicht.

Ein weiterer positiver Effekt: die meisten Menschen verwechseln das Hungergefühl mit Durst. Meist merken sie dies, wenn sie dann 10 Minuten später gar kein Hunger mehr verspüren oder er geringer ist. So isst man (im Normalfall) weniger, als wenn man nichts getrunken hätte.

5. Stellt euch abends ein Glas Wasser neben das Bett.

Oftmals wacht man nachts auf und hat einen trockenen Hals oder einfach nur Durst. Ist ja auch logisch, wenn man seit einigen Stunden nichts getrunken hat.

Viele scheuen sich aber aus dem warmen Bett aufzustehen und den Weg ins Badezimmer oder die Küche auf sich zu nehmen. Sie trinken dann lieber nichts. Ihr auch? 

Deshalb ist es immer sinnvoll, ein volles Glas Wasser direkt neben dem Bett stehen zu haben – so hat man das Wasser immer griffbereit (siehe Tipp 1).

6. Kauft euch eine schöne Flasche.

Es gibt doch nichts Schöneres als eine neue Wasserflasche, die man stolz präsentieren kann. Ein solches „Schmuckstück“ nimmt man überall mit hin und trägt es vielleicht sogar in der Hand – und schon steigt die Flüssigkeitszufuhr.

Zudem sind wiederverwendbare Flaschen umweltfreundlich und nachhaltig.

7. Erstellt euch eine Erinnerung.

Wenn ihr zu den Personen gehören, die es einfach vergessen mehr zu trinken, dann aufgepasst: Erstellt euch mehrmals am Tag eine Erinnerung am Handy, die euch zu bestimmten Uhrzeiten daran erinnert. 

Damit das Ganze auch funktioniert, müsst ihr allerdings auch auf diese Erinnerung reagieren und sofort etwas trinken – ohne Kompromisse! Wenn ihr es aufschiebt, vergesst ihr es sonst wieder.

8. Verändert den Geschmack von Wasser.

Reines Wasser ist für Viele langweilig und geschmacklos – muss es aber nicht. Es gibt viele Wege, normales Leitungs- oder Sprudelwasser aufzupimpen. 

Füge Früchte, Kräuter oder Gemüse hinzu. Dies verleiht deinem Wasser Geschmack ohne zugesetzten Zucker und massig Kalorien.

Wenn ihr nach warmen Alternativen sucht, so sind ungesüßte Tees ideal. Perfekt eignen sich hierzu Kräutertees.

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9. Trinkt mit (Glas-) Strohhalm.

Man kennt es auf jeder Party oder in der Bar. Wenn man einen Strohhalm verwendet, trinkt man automatisch viel schneller und dadurch auch mehr. 

Dies funktioniert auch mit anti-alkoholischen Getränken. 

Also wenn ihr abends vor dem Fernseher sitzt, schenkt euch ein Glas Wasser ein und verwendet einen Strohhalm. Schwupps die Wupps trinkt ihr automatisch mehr.

 

Und zu guter Letzt..

10. Vermeidet Stress!

Knapp 50 % der Deutschen vergessen bei Stress zu trinken. Deswegen – und aus vielen anderen gesundheitlichen Gründen – ist es extrem wichtig, Stress zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren. 

Hierfür haben sich verschiedene Stressbewältigungsmethoden bewährt. Probiert verschiedene Methoden aus, bis ihr das Passende für euch gefunden habt.

 

Ich hoffe, ihr könnt den ein oder anderen Tipp umsetzten und so eure tägliche Flüssigkeitszufuhr steigern. Euer Körper wird es euch danken. 

Habt ihr noch weitere Tipps? Lasst es uns wissen.

Love & happy drinking,

Lisa.

 

Quellen:

  • Techniker Krankenkasse (2019), Trink Was(ser), Deutschland! TK-Trinkstudie
  • B. Benelam, L. Wyness (2010), Nutrition Bulletin: Hydration and Health
  • Masaru Emoto (2011), Die Botschaft des Wassers, KOHA-Verlag
  • Océane Bidault, „Deutschland: ein Land der Dehydration“ unter https://www.waterlogic.de/blog/deutschland-ein-land-der-dehydration/ (zuletzt geprüft am 06.09.2020, 16:19 Uhr)

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